Gedichte und Kunst
Stille Worte, die im Dunkeln leuchten. Eine Auswahl lyrischer Arbeiten über das Mensch-Sein.
"Der Druck"
Je heller alles
draußen scheint,
desto mehr ist
innen ungeweint.
"Stiller Wunsch"
Zu viele Stimmen,
zu viel Schein,
und doch will ich
nur eines: sein.
"Winter"
Ein warmer Tee,
ein kleiner Tisch,
ein Augenblick
nur ganz für dich.
Und plötzlich spürst
du tief im Sein:
Der Frieden zieht bei
dir jetzt ein.
"POLITIK DER TRENNUNG"
Sie sprechen von Einheit, doch säen sie Spalt, ein Spielball des Hasses, ein Markt der Gewalt.
Parteien, Systeme,
die um Stimmen werben, während Träume der Menschen im Schatten sterben.
Doch stell dir vor,
wir sehen hindurch, durch Worte, die lügen, die Herzen verfluch'n.
Mit Fantasie erkennen wir klar, die Welt ist viel größer, viel reicher, so wahr.
Denn wo Fantasie ist, da gibt es Verstand, da reichen sich Gegner verbindend die Hand.
Die Politik, sie kann uns nicht lenken, wenn wir Fantasie und Liebe schenken.
"Verlorene Zeit"
Ein Vater sitzt, das Handy grell,
das Kind fragt leise: „Spielst du schnell?“
Doch die Antwort ist kurz, der Blick bleibt starr,
„Später vielleicht“, wie jedes mal.
Das Kind, es lernt, allein zu geh’n,
die Welt zu füllen, allein zu steh’n.
Doch hinter Mauern aus Einsamkeit,
ruft es stumm nach Gemeinsamkeit.
Wie oft muss die Zeit uns entgleiten,
bis wir lernen, sie bewusst zu begleiten?
Fantasie wird stark, wo Nähe beginnt,
wo die Herzen sprechen, das Leben gewinnt.
"Die Puppe und das Kind"
Eine Puppe liegt still im Gras,
verloren, vergessen, vom Spiel verlass’.
Das Kind, nun groß, versteht nicht mehr,
was einst war Freude, scheint leer.
Doch die Puppe flüstert, leise, sacht:
„Fantasie war’s, die uns gemacht.
Die Welt war unser, du und ich,
doch du wurdest groß, und vergaßt mich.“
Oh Mensch, vergiss die Spiele nicht,
den Zauber der Kindheit, das innere Licht.
Denn in Fantasie lebt Hoffnung allein,
sie lässt dich wachsen und zugleich Kind sein.