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Warum ich meinen kreativen Weg neu ausrichte

  • Autorenbild: Maurice Ghaedi Bardehei
    Maurice Ghaedi Bardehei
  • 3. Juni
  • 2 Min. Lesezeit

In den letzten Wochen saß ich oft mit einem Kaffee auf meiner Terrasse.

Mit einem Kaffee, einem Notizbuch und ziemlich vielen Gedanken.

Während ich an meinem Roman arbeite, liegt das nächste Buch bereits in der Schublade und wartet geduldig auf seine Zeit. Dazu kamen neue Gedichte, neue Ideen und plötzlich stellte ich fest, dass sich etwas in mir verändert hat.

Wer die letzten Jahre hier mitgelesen hat, weiß, dass ich vieles ausprobiert habe. Podcasts, Gespräche, Projekte und Formate. Ich wollte erzählen, zuhören, verstehen und Menschen begegnen.

Und das war gut so.

Denn jede dieser Erfahrungen hat mich genau hierher gebracht.

Aber manchmal merkt man erst unterwegs, welcher Weg eigentlich der eigene ist.

Bei mir war das die Kunst.

Immer wieder die Kunst.

Das Schreiben.

Die Gedichte.

Die Geschichten.

Das Beobachten.

Das Festhalten von Momenten.

Während ich an meinen beiden Büchern arbeitete und mich immer mehr mit der Frage beschäftigte, wer ich eigentlich bin, wurde auch die Antwort immer klarer.

Nicht perfekt.

Nicht abgeschlossen.

Aber klar.

Ich weiß heute besser als jemals zuvor, was mich antreibt.

Und ich weiß auch, was ich nicht mehr möchte.

Deshalb werde ich den Podcast in seiner bisherigen Form beenden.

Nicht mit Wehmut.

Nicht mit einem Knall.

Sondern einfach, weil meine Aufmerksamkeit jetzt woanders hingehört.

Dorthin, wo mein Herz seit Jahren ohnehin sitzt.

An den Schreibtisch.

Ins Notizbuch.

Zu meinen Gedichten.

Zu meinen Bildern.

Zu meinen Geschichten.

Und weil Geschichten geteilt werden wollen, möchte ich euch künftig auf eine andere Art mitnehmen.

Auf YouTube.

Nicht geschniegelt und geschniegelt für irgendeinen Algorithmus.

Sondern so, wie mein Alltag tatsächlich aussieht.

Mal mit Kaffee auf der Terrasse.

Mal zwischen hundert Ideen.

Mal beim Schreiben.

Mal beim Verwerfen von Seiten.

Mal auf einem Kunstmarkt.

Mal unterwegs mit der Kamera.

Mal beim Nachdenken über eine einzige Zeile, die einfach nicht so klingen will, wie sie klingen soll.

Ich möchte euch zeigen, wie Kunst entsteht.

Nicht erst dann, wenn sie fertig ist.

Sondern mittendrin.

Gerade passiert ohnehin unglaublich viel.

Ich arbeite an meinen Büchern.

Meine Gedichte gehen ihren Weg.

Die Gedicht-Abonnements wachsen weiter.

Ich bereite meine Vernissage vor.

Und vom 18. bis 20. Juni bin ich in Thüringen unterwegs und moderiere Veranstaltungen zum 300. Geburtstag von Johann Friedrich Wilhelm Zachariae.

Vor wenigen Tagen stand ich außerdem mit Sebastian Hennig von Contentfieber vor der Kamera.

Eigentlich war es nur ein Fotoshooting.

Und gleichzeitig fühlte es sich nach einem Startschuss an.

Vielleicht kennt ihr dieses Gefühl.

Man läuft lange mit angezogener Handbremse durchs Leben.

Man kommt voran, aber irgendwie auch nicht.

Und irgendwann macht es Klick.

Nicht laut.

Nicht dramatisch.

Man merkt einfach:

Jetzt ist die Zeit.

Genau so fühlt es sich gerade an.

Ich habe nicht plötzlich alle Antworten gefunden.

Aber ich habe aufgehört, sie überall zu suchen.

Stattdessen mache ich das, was ich am liebsten tue.

Schreiben.

Beobachten.

Fragen stellen.

Kunst machen.

Geschichten sammeln.

Und vielleicht ist genau das die eigentliche Nachricht dieses Textes:

Manchmal muss man gar keinen neuen Weg finden.

Man muss nur aufhören, von seinem eigenen wegzulaufen.

 
 
 

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